BHP50 in den Messehallen Köln-Deutz eingerichtet – Hitze belastet Rettungskräfte

# Update 29:06.2026

Am gestrigen Nachmittag wurden weitere Einheiten der Feuerwehr Gummersbach durch den Krisenstab des Oberbergischen Kreises in Bereitschaft versetzt.

Die Einheiten aus Hunstig und Windhagen standen gemeinsam mit einer Einheit des DRK bereit, um bei möglichen Notlagen sowie beim Aufbau einer Sanitätsstation bzw. eines Behandlungsplatzes den Rettungsdienst und das Kreiskrankenhaus Gummersbach zu unterstützen.

Ein Einsatz dieser Einheiten war letztlich jedoch nicht mehr erforderlich.


Die extreme Hitze in Köln hat die Rettungskräfte an ihre Belastungsgrenze gebracht. Der heißeste Juni-Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ist auch an der Stadt Köln nicht spurlos vorbeigegangen. Temperaturen von bis zu 38 Grad verschärften die Lage in den vergangenen Tagen zunehmend.

Bereits am Nachmittag des 27. Juni 2026 teilte die Feuerwehr Köln mit, dass der Rettungsdienst an seiner Kapazitätsgrenze angekommen sei. Im Laufe des Tages wurden daher weitere Notfallkapazitäten aktiviert. In den Messehallen Köln-Deutz sollte ein BHP50 (Behandlungsplatz für 50 Personen) eingerichtet, um eine zusätzliche medizinische Versorgung bei einer größeren Anzahl von Betroffenen sicherzustellen.

Dazu wurde im Oberbergischen Kreis gegen 22:00 Uhr eine ÜMANV-B1-Lage ausgelöst. Hierbei handelt es sich um eine überörtliche Unterstützung bei einem Massenanfall von Verletzten oder Erkrankten. Aufgabe war es, einen Behandlungsplatz für bis zu 50 Personen aufzubauen und die Einsatzstrukturen vor Ort zu unterstützen.

Der Sammelpunkt für diese alarmierte Einsatzeinheit befand sich am Gerätehaus der Löschgruppe Bomig der Feuerwehr Wiehl. Zum Einsatz kamen Einheiten unter der Leitung des Oberbergischen Kreises, mehrere DRK-Einheiten aus dem Kreisgebiet sowie Feuerwehreinheiten aus verschiedenen Kommunen.

Die Feuerwehr Gummersbach unterstützte den Einsatz mit Personal und einem Fahrzeug des Löschzuges Dieringhausen.

In einer klimatisierten Messehalle in Köln-Deutz wurden insgesamt 150 Feldbetten aufgebaut. Zusätzlich unterstützten die Einsatzkräfte mit technischem Material und weiteren Geräten. Durch die mitgeführten Rettungsmittel konnte die medizinische Versorgung der betroffenen Personen sichergestellt werden.

In den frühen Morgenstunden des Sonntags konnten die Einsatzmaßnahmen für die Kräfte aus dem Oberbergischen Kreis erfolgreich beendet werden. Anschließend traten die Einsatzkräfte den Rückweg an.

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