Auch bei der Feuerwehr nimmt die Zahl elektronischer Geräte stetig zu. Handlampen, Funkgeräte, Wärmebildkameras, Messgeräte oder Einsatz-Tablets werden mit Akkus betrieben und teilweise dauerhaft geladen. Damit steigt auch das Risiko technischer Defekte, beispielsweise durch Kurzschlüsse oder beschädigte Akkus.
Um mögliche Brände direkt in den Einsatzfahrzeugen frühzeitig zu erkennen, hat die Feuerwehr Gummersbach insgesamt 75 Funk-Rauchmelder der Firma LUPUS beschafft. Großfahrzeuge erhalten jeweils zwei Melder – in der Mannschafts-/Fahrerkabine sowie im Geräteaufbau. MTF und KdoW werden mit jeweils einem Melder ausgestattet.
Einige der neueren Gerätehäuser verfügen bereits über eine fest installierte Brandmelde- bzw. Einbruchmeldetechnik. Die zusätzlichen Rauchmelder direkt in den Einsatzfahrzeugen schaffen jedoch einen entscheidenden Zeitvorteil: Ein Entstehungsbrand kann unmittelbar im Fahrzeug erkannt werden, noch bevor ausreichend Rauch austritt und die Melder im Gerätehaus erreicht. Eigene Versuche mit einer Nebelmaschine haben diesen zeitlichen Unterschied deutlich gezeigt.
Ein weiterer Vorteil: Die Fahrzeuge werden standortunabhängig überwacht, also beispielsweise auch während eines Werkstattaufenthalts. Rauchalarm, Sabotage oder Fehlfunktionen werden über die LUPUS-Cloud direkt an unsere Alarmierungssoftware ALAMOS und damit an die zuständige Einheit weitergeleitet.
Angeregt wurde das Projekt von Stephan Küpper. Ausschlaggebend war unter anderem ein verheerender Gerätehausbrand im Wartburgkreis in Thüringen, bei dem fünf Einsatzfahrzeuge sowie das Feuerwehrhaus zerstört wurden und ein Gesamtschaden von rund sieben Millionen Euro entstand. Dieses Ereignis verdeutlichte eindrücklich, wie wichtig eine möglichst frühzeitige Branderkennung zum Schutz von Fahrzeugen, Ausrüstung und Gerätehäusern ist.
Nach weiteren Abstimmungen mit der Leitung der Feuerwehr Frank Raupach und der Stadt Gummersbach wurden die erforderlichen Mittel in den Haushalt 2026 eingestellt. Im April begann die Umsetzung. Maßgeblich vorangetrieben wurde das Projekt durch Stephan Küpper, Tim Hartmann und Thomas Krämer.
Die Gesamtkosten liegen bei rund 5.500 Euro – eine gute Investition, um Einsatzfahrzeuge, Ausrüstung und Gerätehäuser zusätzlich zu schützen und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Gummersbach dauerhaft sicherzustellen.
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